Schmierstoffe für den PKW

Ein kleiner Leitfaden rund um die Schmiermittel in unserem PKW

Dass ein Motor Öl benötigt, das dürfte den meisten eine Selbstverständlichkeit sein. Doch welcher Motor welches Öl benötigt, da tauchen bei vielen schon die ersten Fragezeichen auf. Weitere Fragen wird es geben, wenn man auf das Öl für Getriebe, Hydrauliköl und weitere Schmiermittel angesprochen wird. Die meisten werden dann auf die standardisierten Service-Intervalle verweisen, nach dem Motto: die KFZ-Mechaniker werden es schon wissen. Doch ist es nicht besser, auch ein klein wenig selbst darüber Auskunft geben zu können? Schließlich hängen die Langlebigkeit des M31otors und das Zusammenspiel mit allen anderen Teilen des Autos maßgeblich von den Schmierstoffen ab. Beginnen wir mit dem Bekanntesten:

1. Motorenöl – sorgt für verlässlichen Fahrspaß

Der Anfang des Motoröls ist ganz einfach: Durch das Schmieren des Verbrennungsmotors sollte eine bessere Lauffähigkeit des Motors erreicht werden. Inzwischen ist es eine halbe Wissenschaft für sich. Man kennt nicht nur verschiedene Viskositätsklassen von 16 (dünnflüssig) bis 60 (sehr dickflüssig) als Beispiel für die sogenannten Sommeröle, sondern unterscheidet das Motorenöl auch nach der Gewinnung. Aus Erdöldestillaten direkt gewonnenes Öl ist das Mineralöl, das synthetische Öl ist voll-synthetisch hergestellt. Die Mischform beider Öle nennt man Teilsynthetik-Öl.

Schmiermittel und benzin

Schmiermittel und benzin

Das heute verkaufte Öl für den normalen PKW ist immer ein Mehrbereichsöl, das heißt, dass dieses Öl sowohl den Ansprüchen für die heiße Jahreszeit als auch für normale Tieftemperaturen geeignet ist. Dies wird durch die sogenannten Additiven erreicht. Nur für extreme Einsätze sollte auf das Sommer- bzw. Winteröl zurückgegriffen werden.

Grundsätzlich sollte man den Herstellerempfehlungen bezüglich der Viskosität Vertrauen schenken, schließlich fand dort die Motorenentwicklung statt und die sollten in ihrem eigenen Interesse das bestmögliche Öl empfehlen.

Getriebeoel

Getriebeoel

Die großen Mineralölkonzerne und Schmierstoffexperten entwickelten in den letzten Jahren immer mehr auf bestimmte Motoren abgestimmte Öle, so dass die Vielfalt stetig steigt. Sie versprechen damit nicht nur längere Lebenszeiten der Motoren, sondern auch eine Verringerung des durchschnittlichen Spritverbrauches. Dies ist natürlich ganz im Sinne des Verbrauchers, doch sei hier zu Bedenken gegeben, dass eine pauschale Verringerung des Benzinverbrauches um eine konkrete Prozentangabe nicht gemacht werden kann, da jeder Motor doch ein wenig anderes ist. So kann man auch nicht grundsätzlich sagen, ein Motor benötigt die Menge x an Öl pro tausend Kilometer. Wer solche Angaben macht, ist unseriös.

2. Getriebeöl.- wichtig, aber selten selbst beeinflussbar

Auch das Getriebeöl wird in Viskositätsklassen, diesmal von SAE 70 (sehr dünnflüssig) bis SAE 250 (sehr dickflüssig), eingeteilt. Mehr information bei Autoparts24. Da sie als Verbraucher normalerweise nie in die Verlegenheit kommen, das Öl selbst wechseln zu müssen – dies geschieht je nach Hersteller tatsächlich in den Service-Intervallen, ist ihr Interesse hier nachrangig. Hier dürfen sie darauf vertrauen, dass ein Vertragshändler auch die vom Hersteller empfohlenen Öle verwendet.

3. Pflege- und Schmiermittel – Ist das nicht identisch?

Grundsätzlich tragen beide zur Langlebigkeit eines Autos bei, die Unterschiede liegen mehr als nur in ihrem Anwendungsbereich.
Pflegemittel eines Autos gibt es für den Innen- und Außenbereich. Sie sind abhängig von den zu pflegenden Oberflächen, sorgen für Glanz oder / und Geschmeidigkeit der behandelnden Oberflächen. Für Leder werden Fette zur Pflege eingesetzt, für den Lack eines Autos kommen Wachse in Frage. Die Kunststoffteile eines Autos bedürfen eines anderen Pflegemittels als das Glas oder die Reifen.

Schmiermittel dienen ganz allgemein dazu, um Reibungen und Verschleiß zu verringern, die Kühlung oder den Korrosionsschutz zu erhalten oder auch die Kraftübertragung, Dichtwirkung und Schwingungsdämpfung zu gewährleisten. Sie stellen also eher die Funktionsfähigkeit eines PKWs sicher. Neben dem bereits beschriebenen Motoren- und Getriebeöl, gehören auch Hydrauliköle oder Grafit und selbst Luft dazu. Man unterscheidet in flüssige und gasförmige Schmierstoffe, in Festschmierstoffe und Schmierfette.

Außerdem unterliegen die Schmiermittel unterschiedlichen Einflüssen:

  1. – Mechanisch: an der Schmierstelle entstehen Druck- und Scherspannungen
  2. – Thermisch: die Schmierstelle erfährt eine Wärmeab- oder -zufuhr.
  3. – Chemisch: Wechselwirkungen mit anderen Stoffen oder der Umgebung führen zu veränderten Schmiereigenschaften.
  4. – Alterung: Der Schmiermittel altert ohne andere Einflüsse. Dies versucht man durch Additive zu beeinflussen.

4. Ölberater – Online-Angebote für ihre Sicherheit

Um sich in dem Dschungel der vielen Angebote aller Schmiermittel und Öle zurechtzufinden, gibt es inzwischen Hilfe im Internet. Die Ölberater ermitteln anhand ihrer Angaben zum Auto die für sie passenden Öle und Schmierstoffe und sorgen somit indirekt für ihre Sicherheit. Denn nur ein gut gewartetes Auto, dem kein Öl fehlt ist auch ein sicheres Auto.

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